Pfarrkirche

Die Pfarrkirche Gutenstein wurde wie die Burg von Herzog Leopold VI. erbaut. Sie scheint 1476 im Verzeichnis der Passauer Diözese erstmals auf. Seit 1913 ist die Pfarre Gutenstein in das Dekanat Piesting der Erzdiözese Wien eingegliedert. Die Pfarrkirche vereint viele Stilepochen. Zu Beginn war sie ein gotischer Bau, was sich im Chor und in der alten Sakristei zeigt. Drei Grabplatten aus Marmor weisen auf die Epoche der Renaissance hin. Die restliche Ausstattung der Kirche stammt aus der Barockzeit und aus dem 19. Jahrhundert.

Die Pfarrkirche wurde unter Herzog Leopold VI erbaut und scheint 1476 im Verzeichnis der Passauer Diözese auf. 1729 wurde Gutenstein der Wiener Diözese zugewiesen. Im Jahre 1913 wurde die Pfarre Gutenstein in das neuerrichtete Dekanat Piesting der Erzdiözese Wien eingegliedert.

Von der ursprünglich gebauten Kirche 1220 sind heute noch im Bereich des Turms und der Orgelempore Bruchsteinmauern dieser Zeit erhalten. Die Größe der damaligen Kirche entsprach etwa der Größe des heutigen Hauptschiffes.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche laufend ausgebaut:

  • 1487: Das Gotteshaus wurde nach Westen hin um den gotischen Chor erweitert.
  • 1675-1680: In der dritten Bauphase wurde das Hauptschiff neu erbaut und dessen Gewölbe mit dem gotischen Chor unter einer Dachgleiche gebracht. Die Außenwände wurden mit Strebepfeilern verstärkt.
  • 1784: Der Katharinenaltar mit den beiden Statuen der hl. Margarete und hl. Barbara wurde aus der Burgkapelle in die Pfarrkirche verfrachtet. Der zweite Seitenaltar wird von den beiden Statuen des hl. Florian und Bischof Eligius flankiert.
  • 1834: Der ehemalige Friedhof des Marktes Gutenstein wurde in diesem Jahr aufgelassen. Er befand sich rund um die Kirche. Der neue Friedhof wurde am Nordhang des Mariahilfberges, auf der sogenannten "Köferwiese" angelegt.
  • 1857: Der Turm wurde erhöht, das Oratorium im Norden wurde angebaut und die heilige Grabkapelle errichtet.
  • 1897: Der alte Pfarrhof von 1220 bestand bis kurz vor Ende des 19. Jahrhunderts. War er schon mehr als baufällig gewesen, so wurde der Pfarrkirche erst ziemlich spät ein neuer Pfarrhof zugestanden.
  • 1907: Die gotische Sakristei wurde abgetragen und durch den heutigen Neubau ersetzt.
  • Im 19. und 20. Jahrhundert wurden die Glasfenster ausgeschmückt und zeigen seitdem die wunderschönsten Bilder. So kann man im Chor die "Verkündigung Mariens" (1899) und die "Flucht nach Ägypten" (1899) bewundern. Auf der linken Seite befindet sich das Bildnis des hl. Aloysius (1904 von Aloysia Tyrolt gestiftet) und rechts kann man die hl. Rosa von Lima sehen. Im Schiff links befindet sich die Darstellung der hl. Elisabeth von Thüringen (1932) und rechts die von der hl. Cäcilia (1910).
  • 1954: Die bislang letzte Neuerung in der Pfarrkirche ist ein Triptychon in Glasmalerei, das als Krippe Verwendung findet.

Wenn man die Kirche genau betrachtet, so repräsentieren die Kunstwerke alle Stilepochen, welche sich zu einem Gesamteindruck harmonisch vereinen. Zu Beginn war die Pfarrkirche ein gotischer Bau, was sich im Chor und der alten Sakristei zeigt. Die Epoche der Renaissance ist durch drei Grabplatten aus Marmor in der Pfarrkirche vertreten. Diese lagen einst über den Gräbern auf der Evangelienseite des Presbyteriums.

Die restliche Ausstattung stammt aus der Barockzeit und aus dem 19. Jahrhundert. So z.B. die Gemälde des hl. Matthäus, Johannes, Andreas, Petrus und Paulus.

Adresse: Markt 14 (Hauptstrasse)

Telefon: 02634/72 50

E-Mail: pfarre-gutenstein@aon.at

Mehr Informationen: Pfarre Gutenstein